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am liebsten natürlich in der eigenen Wohnung!

Wir werden immer älter. Das ist eine gute Entwicklung, die aber auch ihre besonderen Anforderungen an die eigenen vier Wände stellt, da es der Wunsch vieler älterer oder auch behinderter Menschen ist, weiterhin zu Hause leben zu können. Aber ein barrierefreies Wohnen kann teuer werden, wenn die Wohnung nicht schon von vornherein behindertengerecht geplant und gebaut wurde.

Daher: Kann ich meine Wohnung bis ins hohe Alter nutzen? Was sagt mein Vermieter, die GWG Köln-Sülz, wenn ich meine Wohnung mit Hilfsmitteln ausstatten möchte oder ein Umbau des Bades notwendig wird?

Diese und andere berechtigten Fragen unserer Mitglieder und unsere Antworten dazu:





Darf ich meine Wohnung bzw. mein Bad ohne vorherige Rücksprache mit der Genossenschaft umbauen?

Ganz klar: NEIN! Bitte immer zuerst eine Genehmigung der Genossenschaft einholen. Die Verwaltung prüft Ihr Vorhaben und sucht gemeinsam mit Ihnen einen Weg. Wenn die bauliche Umsetzung nicht befürwortet wird, werden wir auf jeden Fall auch Alternativen mit Ihnen besprechen.

 

Ist es möglich, die Badewanne durch eine Dusche zu ersetzen?

Dies muss im Einzelfall geprüft werden. Hier gibt es oft technische Probleme und Zwangspunkte, die dann einen Komplettumbau des Bades notwendig machen. Fragen Sie Ihren Techniker in der Genossenschaft!

 

Wenn ich meine Wohnung nur noch schwer über die Treppen erreiche, ist dann der Einbau eines Treppenlifts möglich?

Nein. Brandschutz und Fluchtweg mit Mindestbreite müssen gewährleistet bleiben.

 

Wo stelle ich meinen Rollator hin?

Der Platz im Treppenhaus und vor dem Haus ist begrenzt, Fluchtwege müssen beachtet werden. Stimmen Sie den Platz für den Rollator mit uns ab. Wir suchen mit Ihnen gemeinsam eine Lösung.

 

Wer übernimmt die Kosten für eine altersgerechte Anpassung der Wohnung?

Die Genossenschaft kann hier leider nicht einspringen! Damit Sie aber als Mieter nicht alle Kosten selbst bezahlen müssen, zahlt die Pflegekasse unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss in Höhe von bis zu 4.000 Euro.

Folgende Bedingungen müssen hierfür erfüllt werden:

  • Es muss eine Pflegestufe vorliegen
  • Mit dem Umbau soll das Ermöglichen oder erhebliche Erleichtern der häuslichen Pflege bzw. der selbständigen Lebensführung des Pflegebedürftigen gewährleistet und gesichert werden
  • Genehmigung des Zuschusses durch die Pflegekasse

Der „Antrag auf einen Zuschuss für eine Maßnahme zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes (§ 40 Abs. 4 SGB XI)“ wird bei der Pflegeversicherung gestellt. Das Antragsformular kann telefonisch bei der Pflegekasse bestellt werden. Diesen Antrag sollten Sie allerdings möglichst vor Beginn der Umbaumaßnahmen gestellt werden. Denn, wenn Sie die Kostenübernahme vor Umbaubeginn genehmigen lassen, wissen Sie, mit welchem Zuschuss Sie rechnen können, falls die Pflegekasse nicht alles anerkennt. Deshalb unsere Empfehlung: Lieber VOR Umbaubeginn alles beantragen.